2. Ketziner Fischerman

Ketzin/Havel: ein Bericht von Burkhard Severon

„Nach dem Fischerman ist vor dem Fischerman“ - aber wir mussten doch erst mal durchschnaufen und möchten nun nach

kurzer Pause die 2. Auflage mit einem kleinen Bericht abschließen.

 

Über den Wettkampf

An Länge und Lage der Strecken hatte sich nichts geändert – 600 m Schwimmen in der Havel, 20 km Radfahren durch Ketzin und die umliegenden Ortsteile und als Abschluss der 5 km-Lauf durch unsere schöne Altstadt und entlang der Havelpromenade. Unser Eindruck war, dass die Athletinnen, Athleten und Zuschauer wieder einen schönen Tag hatten und den Wettkampf und auch das Drumherum genießen konnten. Wir vom Organisationsteam waren jedenfalls recht zufrieden und auch erleichtert, dass alles

wieder überwiegend gut geklappt hat. Eigentlich dachten wir ja, es geht beim „Zweiten“ etwas einfacher, aber insbesondere in den letzten Wochen vor dem Wettkampf wurde es noch einmal richtig spannend.

 

Neben der großen Frage ob der Wechselgarten, d.h. der Kunstrasenpatz, rechtzeitig fertig wird, war es insbesondere die Radstrecke, die uns Sorgen bereitete, bzw. immer noch bereitet. Erst nach langem Hin und Her stand die komplette Sperrung der Strecke fest. Allerdings wurden die damit verbundenen Auflagen noch einmal deutlich verschärft und die letzten Anordnungen, die neben Kosten noch einmal eine deutliche höhere Anzahl von Streckenposten erforderte, erreichten uns nur wenige Tage vor dem Wettkampf. Und als ob das nicht schon genug wäre, wurde uns die tolle Unterstützung durch die Polizei, die wir beim 1. Ketziner Fischerman hatten, diesmal leider nicht gewährt. Da für uns die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer oberste Priorität hat, ist eine Vollsperrung der Radtrecke natürlich unsere Vorzugsvariante, und so hoffen wir, dass die Verkehrsbehörden des Landkreises bereit sind, zusammen mit uns und unter Mitwirkung der Polizei, das Konzept für das nächste Jahr zu verbessern.

 

Aber nun zu den erfreulichen Dingen des Sonntags, 1. Juli 2018. Wie es sich für einen Fischerman gehört, waren die Fischerkönigin und der Fischer bei Start und Siegerehrung wieder aktiv beteiligt. Und da es ja der Ketziner Fischerman ist, wurden beide auch tatkräftig vom Bürgermeister unterstützt. So schafften es sogar zwei Aale zusammen mit der Gesamtsiegerin Silke Pieper und dem Gesamtsieger Rayk Schwenzer bis auf das Siegerpodest.

 

Die Kombination Strandbad-Kunstrasenplatz funktionierte bestens und bot den 320 Teilnehmern und den vielen Zuschauern während und nach dem Wettkampf ausreichend Platz. So konnte der Wettkampf von Zuschauern und Betreuern wieder hautnah verfolgt werden. Im Anschluss an den Wettkampf wurde dann das gute gastronomische Angebot genutzt, die Liegewiese zur Entspannung aufgesucht und man konnte das Rennen noch einmal Revue passieren lassen.

 

Wie schon im letzten Jahr war die Veranstaltung von gegenseitigem Respekt der Volks- und Leistungssportler geprägt, was dem Ganzen wieder einen sehr familiären Charakter verlieh. Besonders gefreut hat uns natürlich auch die stark angewachsene Gruppe Ketziner Sportlerinnen und Sportler, die sich mit insgesamt ca. 70 Teilnehmern fast verdoppelt hat. Ach ja, und auch das Wetter war doch eigentlich wieder ganz gut. Teilweise gab es sogar Rückenwind, nur merkt man den halt nicht so…

 

Der Wettkampf

Soviel gleich vorweg: Es gab eine neue Bestzeit und viele persönliche Bestleistungen. Stellvertretend für alle, die alleine oder im Team eine tolle Leistung gezeigt und die vielen Zuschauer begeistert haben, sei hier Ilona Tschirch aus Paretz genannt: als 3. der W 60+ konnte sie ihre Zeit vom Vorjahr um beachtliche 12 Minuten verbessern. Rayk Schwenzer vom Triathlon Potsdam legte einen sauberen Start-Ziel-Sieg hin und war mit einer Zeit von 1:04:29 h, 44 Sekunden schneller als der Vorjahressieger. Gejagt wurde der „Jugendliche“ von den beiden M 50ern, Rico Richter und Ronny Zeiske, die ca. 1 Minute nach dem Sieger ins Ziel kamen.

 

Bei den Frauen siegte Silke Pieper, die sich beim Schwimmen noch etwas zurückhielt, aber nach einer sehr starken Leistung auf dem Rad mit deutlichem Vorsprung auf die Laufstrecke ging und unangefochten das Ziel erreichte. Gefolgt wurde sie von Mariana Luft, die insbesondere läuferisch glänzte und Katja Koppe, die als erste Frau aus dem Wasser stieg.

 

Bei den Staffeln, deren Anzahl sich diesmal gegenüber dem Vorjahr verdoppelt hat, gab es leider etwas Durcheinander mit der Startgruppenzuordnung. Bei den Mixed-Staffeln musste deshalb das „Team raddoc“ sich bei der Siegerehrung noch auf das unterste Podest stellen, obwohl sie eigentlich die oberste Position erreicht hatten. Die entsprechenden Knüttepfriemen wurden bereits nachgereicht. Tut uns leid, demnächst kommen alle Staffeln in einen Startblock.

 

Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen des 2. Ketziner Fischerman beigetragen haben. Da sind die vielen ehrenamtlichen und auch amtlichen Helfer, die uns bei Vorbereitung und Durchführung tatkräftig unterstützt haben, die Sponsoren und Spender, die uns den notwendigen finanziellen Rahmen ermöglichten, die Bürgerinnen und Bürger von Ketzin und den Ortsteilen, die die Verkehrsbehinderungen nicht nur geduldig ertragen haben, sondern auch noch für eine Super-Stimmung an der Strecke sorgten, die Stadt Ketzin/Havel und das Sportstudio Ketzin als Veranstalter und natürlich unsere Hauptdarsteller, die Sportlerinnen und Sportler.

 

Wenn die Hürden nicht zu hoch werden – machen wir gerne weiter.

Euer Organisationsteam vom Ketziner Fischerman

 

Bilder und Ergebnisse unter www.ketzin-fischerman.de

Bilder: Franziska Leibnitz, Wolfgang Balzer

Text: Burkhard Severon