Wannewitz zweifacher Vize-Europameister!

Vom 20.-28. Oktober 2018 fanden auf Ibiza (Spanien) die Europameisterschaften der Europäischen Triathlon-Union statt. Mit zwei Vize-Europameister-Titeln sehr erfolgreich dabei war Helke Wannewitz vom TSV Fürstenwalde. Die diesjährigen ETU-Europameisterschaften wurden als Multisport-Event durchgeführt, wo eine Woche lang jeden Tag eine andere Disziplin gestartet wird. Für Helke Wannewitz Grund genug, eine Woche Sommernachlese mit einer sportlichen Herausforderung zu verbinden. Ein passendes Hotel war schnell gefunden und auch der Transport seines Mountainbikes konnte dank handwerklicher Begabung mit Hilfe eines großen Pappkartons

realisiert werden.

 

Auf Ibiza angekommen wurde schnell klar, dass die schöne Baleareninsel ein deutlich anspruchsvolleres Profil aufweist, als wir das aus Berlin und Brandenburg gewohnt sind. Die beiden Cross-Disziplinen mit Streckenlängen von 6-20-4 km beim Duathlon sowie 1-20-6 km beim Triathlon sollten sich im Nachhinein noch als sehr anspruchsvoll herausstellen.

 

Der Cross-Duathlon fand in St. Miguel statt, einer kleinen Bucht im Norden der Insel. Streckenkenner machten Helke schnell klar, dass es hier brutal hart werden würde. Die Laufstrecke war mit Hindernissen, längeren Sandpassagen sowie einem steilen, felsigen und

schmalen Trial gespickt und die Radstrecke sollte deutlich mehr Höhenmeter aufweisen, als von den Veranstaltern in der Ausschreibung angegeben. Los ging’s im Mollsand laufend und anschließend über Stock und Stein steil bergauf und –ab. Nach 3 Runden und 6 kräftezehrenden Laufkilometern wechselte Helke als 2. seiner AK hochmotiviert aufs MTB. Als dann aber die ersten 33%-Rampen kamen, wurde Helke – der schon diverse anspruchsvolle Strecken wie Zittau, Angermünde und Zeulenroda erfolgreich gemeistert hat – wirklich alles abverlangt. Nachdem er zwischenzeitlich schon ans Aussteigen gedacht hatte, kam er immer besser in den Tritt und konnte in der dritten Runde den bis dahin Führenden in seiner AK überholen. Leider hatte dieser dann beim zweiten Laufen die besseren Beine, so dass Helke sich am Ende – überglücklich, dass Material und Körper noch intakt waren – mit dem 2. Platz begnügen musste.

 

Nachdem sich Helke von diesen Strapazen einigermaßen erholt hatte und ihm bei der Startnummernausgabe

versichert wurde, es ginge beim Triathlon deutlich entspannter zu, ging er am Donnerstag in der wunderschönen Bucht von Calla Bassa wieder an den Start. Nach dem Schwimmen - seiner „Angstdisziplin“ - im glasklaren 23,5 Grad warmen Wasser ging er als 2. seiner AK auf die Radstrecke - mittlerweile wohl seine Paradedisziplin. Obwohl auch hier vorgewarnt, war auch hier die Radstrecke äußerst anspruchsvoll und führte über Geröllfelder, scharfkantiges Lavagestein und rutschige Wurzelpassagen. Die traumhaft schöne

Landschaft konnte Helke daher überhaupt nicht genießen, denn jede noch so kleine Unaufmerksamkeit hätte unweigerlich zum Sturz geführt. Auch das Material wurde irrsinnig beansprucht, was bei den Athleten zu vielen Ausfällen führte. Auf der Radstrecke noch von

Stürzen verschont, erwischte es Helke leider auf der Laufstrecke: ein kurzer Stolperer und er landete unsanft auf dem scharfkantigen Lavagestein – zum Glück ohne schlimmere Folgen, so dass er nur leicht an Händen und Knien ramponiert aber voller Euphorie über das glückliche Ende ins Ziel laufen konnte! Hier herrschte dann einige Verwirrung um die AK-Podiumsplazierungen. Am Ende konnte

sich Helke aber über den Silberrang freuen und war sehr zufrieden mit seiner Leistung.

 

Nach einem wunderschönen Erholungstag auf der Nachbarinsel Formentera ging es dann am Samstag, nachdem das

Wetter auch auf Ibiza recht herbstlich wurde mit zwei Vize-Europameistertiteln zurück in die Heimat.

 

Alle Ergebnisse findest Du hier.