ETU European Championships Weert/NL

Vor einem halben Jahr begann mein Abenteuer „Triathlon-EM in Weert/ NL über die olympische Distanz“ mit der Nominierung für die deutsche AK-Nationalmannschaft/Triathlon. Ca. 2000 Trainingskilometer ( 🏊‍ 🚴 🏃) liegen hinter mir und Ende Mai ging es dann als einzige Teilnehmerin für Brandenburg endlich los – nach Weert/NL – meine kleine Familie als wichtigste Unterstützung begleitete mich.

 

Wir meisterten die Fahnenparade, die Eröffnungsfeier, das Teambriefing, das Mannschaftsfoto, das Meet and Greet ... und die Erkenntnis: das ist hier eine andere Hausnummer, als die Wettkämpfe, die ich bisher kannte. Das erste Mal stellte ich alles in Frage: “Was mache ich hier eigentlich?! Die anderen sehen viel sportlicher aus als ich! Zwei Wechselzonen 7 km voneinander entfernt und alle Straßen gesperrt – wie soll das alles funktionieren 🙉?“ Mein Mann blieb cool und wir fanden für alles eine Lösung.

 

Am Samstagmorgen stand ich dann pünktlich am Schwimmstart und das letzte Kapitel des Abenteuers begann. Das Schwimmen – meine Schwachstelle – lief dann auch gleich anders als geplant. Der wunderschöne, aber riesige See nahm mir die Sicherheit und meine Schwimmbrille die Sicht. Wie erwartet erreichte ich abgeschlagen nach 1,5 km in 34 min die 1. Wechselzone.

 

Dann kam mein Lieblingsteil des Rennens – die Radstrecke – und da wartete auch schon mein Motivationsschub – meine drei Begleiter. Auf ging es und ab da fühlte ich mich auch nicht mehr fehl am Platz – gegen den Wind nach Belgien, mit dem Wind wieder nach Weert/NL und das drei mal mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 km/h auf 40 km konnte ich gut mithalten und zu den guten Schwimmerinnen Boden gut machen. Ich fuhr nicht allein, war mittendrin in meinem ersten internationalen Rennen.

Frauen und Männer aller europäischen Nationen vor mir, hinter mir ... diese Erkenntnis ließ das Grinsen dann bis zum Ziel nicht mehr aus meinem Gesicht weichen. Nach 1:11 h auf dem Rad erfolgte der letzte Wechsel auf die abschließende 10 km Laufstrecke. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich mein Ziel, unter 3 h zu bleiben, wohl schaffen könnte. Unterstützt von den Anfeuerungsrufen meiner drei treuen Begleiter brachte ich die vier Laufrunden in der sommerlichen Mittagshitze auch gut hinter mich und lief nach 2:48:37 h glücklich über die Ziellinie meines ersten internationalen Wettkampfes!

 

Vielen Dank an alle, die mich unterstützt haben, vor allem aber meiner kleinen Familie für die Geduld, dem Luckauer Läuferbund und

unseren Triathleten für die Trainingsbegleitung und dem Autohaus Schwadtke für die tolle Unterstützung!

 

Text und Bilder: Andrea Schulz